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Save the Date: Sommerfest 2018 und Tag des offenen Denkmals

SAVE THE DATE
2018 Sommerfest: Sonntag 17. Juni 14.00 – 17.00 Uhr
Tag des offenen Denkmals: Samstag 8. September 15.00 – 18.00 und Sonntag 9.September 14.00 – 17.00 Uhr

Adresse : Villa Mutzenbecher, Bodenwald 110a im Niendorfer Gehege

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„Bewahren statt Erneuern“ - Workshop zur Instandsetzung der Fenster der Villa M. mit Johannes Mosler

Am 25. Januar bestritt Johannes Mosler als Experte für die Aufarbeitung historischer Fenster in der Villa Mutzenbecher einen Workshop.

Dazu hatte er eine Fülle von Anschauungsmaterialien ausgebreitet. Sein Credo, "aufarbeiten und belassen ist immer besser als erneuern", belegte er eindrucksvoll mit Holzbeispielen von alten Fenstern, Materialproben von Arbeiten mit Leinöl und einer „ Gruselecke". Am Vormittag zeigte er vor 16 TeilnehmerInnen, darunter von Denkmalschutzamt, Bauamt, Kirchenbauamt, Vertretern der Jugendbauhütte, HafenCity Universität und dem Verein Werte erleben e.V. wie Fensterrahmen aufgearbeitet und anschließend geschützt werden können.

Anschließend zeigte er am Beispiel des Türrali Huus in der Schweiz, wie so ein belassenes und repariertes Objekt zum Publikumsmagnet wird, gerade weil die  Gebrauchs- und Lebenspuren erhalten blieben und plädierte dafür, deren "spröden Charme„ zu bewahren.

Am Nachmittag gab es für BerufsschullehrerInnen, Studierende und Fachschüler eine anschauliche Einführung gepaart mit praktischen Unterweisungen. Es wurde vertieft auf Materialen, Techniken und Werkzeuge eingegangen. Zudem wurde die Aufarbeitung des Fussbodens an einer Probeecke  vorgeführt.

Die Teilnehmenden waren von der anschaulichen Vorstellung durchweg begeistert und wünschten sich für die Zukunft weitere solcher "hochwertigen Workshops". Dabei wurde auch über die Fortbildung „RestauratorIn im Handwerk“ gesprochen.

Es wurden  Ideen entwickelt, wie die praktischen Übungen für SchülerInnen aussehen könnten.  Die Ideen gingen vom Üben an Fenstern aus anderen Gebäuden, über Herstellen von Schutzverkleidungen für die Bauphase bis zur Rekonstruktion fehlender Bauteile, wie z.B. Fensterläden. 

Es wurde von den Vertretern des Denkmalschutzes und der Kirche verschiedentlich hervorgehoben, welche besondere Stellung die Villa Mutzenbecher in der Hamburger Denkmallandschaft einnimmt, insbesondere durch ihren guten im Original erhaltenen Zustand. Aus diesem Grund wäre die Zielsetzung des „Belassens“ (Beispiel Türrali Huus) bei der denkmalpflegerischen Zielsetzung attraktiv.

Die Idee, die Villa zu dem Ort in Hamburg zu machen, an dem mit Fortbildungen und Beispielanwendungen Denkmalschutz wegweisend und experimentell gezeigt, gelebt und diskutiert wird, wurde hier spürbar.

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Villa Mutzenbecher: Jahresbericht 2017, Ausblick

Die Bauzeit wird drei Jahre betragen, denn das Projekt Villa Mutzenbecher ist als Modell für die Kombination von Denkmalschutz und Ausbildung gedacht. Auszubildende von Berufsschulen werden im Rahmen ihres Unterrichts die denkmalgerechte Instandsetzung gemeinsam mit Studierenden der Hafen-City-Universität unterstützen und daran lernen. Jugendliche mit geringen Startchancen, z. B. von der Produktionsschule Eimsbüttel, werden Praktika bei Ausbildungsbetrieben machen, SchülerInnen von Niendorfer Schulen den Projektraum erproben. Die unterschiedlichen Gruppen werden während der Bauzeit regelmäßig kooperieren.

Unser Jahresbericht Villa Mutzenbecher 2017 hier als PDF zum herunter laden >

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Kooperation zwischen der Villa Mutzenbecher und SchülerInnen der Klasse 9 EiS der Stadtteilschule Niendorf

Wir – das sind 22 SchülerInnen der 9. Klasse von der Stadtteilschule Niendorf -haben uns für das Projekt „Villa Mutzenbecher“ engagiert.

Unsere Sozialpädagogin - Julia Behrend - und unsere Lehrerin – Hannelore Wittig – und Ehrenamtliche vom Forum Niendorf unterstützen uns dabei.

Unsere Klasse heißt 9 EiS – das heißt: Engagiert im Stadtteil. Für jeweils 6-8 Wochen haben wir in sozialen Einrichtungen einmal wöchentlich am Nachmittag geholfen.

In Kindertagesstätten haben wir in kleinen Gruppen vorgelesen, haben gespielt, gemalt und gesungen.

In Seniorenheimen unterstützen wir z.B. beim Nachmittagskaffee, beim Basteln, beim Singen und Tanzen und bei Ausflügen.

Weitere Einrichtungen - wie z.B. die Polizei und die Kirche besuchten wir im Rahmen unseres Projektes. Einen Stadtrundgang mit Ehrenamtlichen vom Forum Niendorf haben wir durchgeführt – hier haben wir Orte angesehen, die an früher erinnern oder haben mit alten Fotos verglichen, was hat sich geändert.
So kamen wir auch auf die Villa Mutzenbecher. Schon während unseres 8.Schuljahres haben wir die Villa besucht und den Prozess der schwierigen Baugenehmigung mitbekommen. Wir erkundeten alle Räume der Villa – besuchten den „Tag des offenen Denkmals“ – verabredeten uns mit Mitarbeitern der Produktionsschule, um in der Villa tatkräftig mitzuarbeiten.

Wie aufwändig Denkmalschutz ist, dass konnten wir hier erleben. Wild entschlossen wollten wir Türen und Fenster anmalen – doch wir erfuhren: So leicht geht es eben doch nicht. Arbeitssicherheit und der Denkmalschutz sind einzuhalten – wir fragten uns, was ist das??? Aha – Sicherheitsschuhe tragen – Schutzkleidung tragen – Arbeitshandschuhe zum Schutz tragen, alte Materialien verwenden etc. – das hat uns auch im Praktikum geholfen – wir wissen nun – alles geht planvoll vor sich und braucht ZEIT – ZEIT – ZEIT und einen langen Atem. Den hatten wir, denn wir wollten die Villa in den Fokus der Öffentlichkeit stellen – nur wie??? Da kam uns die Idee – alles, was wir bisher so engagiert schon erlebt haben, stellen wir in einen Zusammenhang – gesagt getan – wir luden die Kindergartengruppe „Waldforscher“ in die Villa zum gemeinsamen Spielen, Basteln, Singen und Schmausen ein. So haben wir uns, die Kita-Kinder und die Villa zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefasst.

Wir bereiteten den Tag vor. An sieben Stationen konnten die kleinen Kinder in der Villa etwas Schönes erleben. Wir haben gebastelt – Weihnachtsbäume und Rentiere konnten die Kinder aus Pappe ausschneiden und mit Glitzer, Aufklebern und Buntstiften verzieren – das brachte in die Villa viel Glitzer.

An einer weiteren Station malten die Kinder auf einem Wunschzettel ihre Wünsche zu Weihnachten. Wir haben geholfen, die Wünsche aufzuschreiben. Die Erzieher, die die Waldforscher zur Villa begleitet haben, sammelten alles ein, damit die Eltern die Schätze ihrer Kinder am Nachmittag mitnehmen können.

An der Stirnseite des Raumes bereiteten zwei von uns die Schmause vor. Wir hatten Äpfel, Mandarinen und Wurzeln mitgebracht – und – auch etwas Süßes durfte nicht fehlen – dafür hatten wir in der Woche zuvor Kekse gebacken. Wir stellten auch Becher und Getränke hin – Mineralwasser und Apfelsaft. Zuerst waren die Kleinen schüchtern – wir überlegten dann aber einen Trick – wir bereiteten bunte Teller vor und boten sie an den Stationen an – das war dann auch ein voller Erfolg – die Erzieher der Waldforscher hatten schon Angst, die Kinder würden das Mittagessen nicht mehr essen – das taten sie dann aber doch – genau vor der Villa – auf dem Bunker.

Im Eingangsbereich der Villa veranstalteten wir Dosenwerfen. Für die Kinder ein besonderes Vergnügen und auch mit lustiger Bewegung verbunden.

Auf der Treppe zum ersten Stock hatten wir weihnachtliche Beleuchtung gebastelt, die für die Kinder auch ein STOP war, nicht nach oben zu gehen.

Im nächsten Raum breiteten wir auf dem Fußboden ein Schwungtuch aus – darauf konnten die Kleinen sich setzen und zwei von uns haben mit den Kleinen Flaschendrehen gespielt. Das hat viel Spaß gebracht und die Kleinen wurden immer mutiger.

In diesem Raum war das weitere Angebot mit Wachsmalstiften bunte Bilder zu malen und wer dann schon Profi war, durfte ein Schiff falten – das war anfangs ganz schön schwer – aber mit viel Geduld haben wir es hinbekommen. Die Kleinen waren auf ihr eigenes Schiff ganz stolz! 

Zum Abschluss haben wir alle vor der Villa mit dem großen bunten Schwungtuch gesungen und uns lustig verabschiedet. Die Kleinen und auch wir hatten ganz viel Spaß. Wir sind sicher, dass die Villa eine schöne Begegnungsstätte für Jung und Alt werden kann. Wir jedenfalls wissen, es gibt die Villa und wir müssen dafür etwas tun, dass sie noch bekannter wird.

Weiter Informationen und Bilder im PDF >

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Villa Mutzenbecher: Bezirksamt Eimsbüttel erteilt Baugenehmigung

Im November 2012 reichte der gemeinnützige Verein WERTE erleben e.V. im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens sein Nutzungskonzept für die Villa Mutzenbecher ein und konnte sich damit gegen diverse Mitbewerber durchsetzen.
Nun hat das Bezirksamt Eimsbüttel nach Abstimmung vieler Detailfragen die Baugenehmigung für das Projekt Villa Mutzenbecher erteilt. Damit ist der Weg frei für die denkmalgerechte Instandsetzung dieser im englischen Landhausstil Anfang des neunzehnten Jahrhunderts für die Familie des Gründers der Albingia- Versicherung Hermann Mutzenbecher gestaltete Villa. Sie ist das letzte Gebäude dieser Art in Hamburg. Nach der für einen Zeitraum von 3 Jahren geplanten Instandsetzung wird sie als Bildungs- und Begegnungsstätte genutzt werden.

Sowohl während der Planungsphase als auch der Instandsetzung mit Hamburger Betrieben, die sich in der Ausbildung engagieren, werden Jugendliche mit ungünstigen Startchancen in Ausbildung vermittelt. Darüber hinaus kooperiert der Verein bei der Instandsetzung mit Studentinnen und Studenten der Hafen City Universität, mit Hamburger beruflichen Schulen und der Produktionsschule Eimsbüttel, mit der Stadtteilschule Niendorf, dem Gymnasien Bondenwald, der Grundschule Vizelinstraße und der Kita Waldforscher.

Bereits im Vorfeld haben Schüler der Beruflichen Schule Energietechnik Altona im Rahmen ihrer Vorbereitung auf einen Ausbildungsplatz die Baubeleuchtung und Stromversorgung in der Villa installiert. Jetzt absolvieren sie ein Praktikum in einschlägigen Betrieben.

Die kooperierenden Schulen werden gemeinsam mit dem Architekten-Team des Vereins, Expertinnen und Experten aus dem Restauratoren-Handwerk und Bauexperten Workshops durchführen, um Lösungen für eine energieeffiziente und umweltgerechte Beheizung der denkmalgeschützten Villa zu entwickeln. Gleiches gilt für die denkmalgerechte und handwerkliche Instandsetzung der weitgehend im Original erhaltenen Bauteile.

Jugendliche mit ungünstigen Startchancen und Jugendliche ohne Ausbildungsplatz können in den 3 Jahren der Instandsetzung in Kooperation mit den zuständigen Berufsschulen gezielt auf eine Ausbildung in den Gewerken Bau, Holz, Elektro und Sanitär vorbereitet werden.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt das Projekt materiell und ideell, u.a. indem sie bundesweit Spenden für die Villa Mutzenbecher einwirbt. Die Kombination von Denkmalschutz und Ausbildung wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in den nächsten Jahren auch an anderen Standorten in Deutschland initiiert werden.

Der langjährige Mieter, dessen Beharrlichkeit die Villa überhaupt ihr Überleben verdankt, wird dort wohnen bleiben können und sowohl während der Bauphase als auch während der späteren Nutzung der Villa erhalten bleiben.

In diesem Jahr werden noch die Fassade und das Dach gereinigt. 2018 kommt dann die Instandsetzung von Veranda und Balkon an die Reihe. Bis die Villa Ende 2020 wieder im alten Glanz erstrahlen kann, braucht es weiterhin große Unterstützung der Anlieger, der Freundinnen und Freunde der Villa, der Politik und der Verwaltung des Bezirks Eimsbüttel und der Stadt Hamburg.

Spendenkonten:

WERTE erleben
Haspa, IBAN DE17 200 505 501 238 163 404, Stichwort: Villa Mutzenbecher Homepage: werteerleben.de

Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Commerzbank, IBAN: DE71 500 400 500 400500 400, Stichwort: Villa Mutzenbecher

Ansprechpartnerin: Gesa Mueller von der Haegen, Tel.: 0163 4722 959, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Lesen Sie hierzu auch einen Artikel in den Eimsbütteler Nachrichten

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Schüler erneut am Realprojekt in der Villa aktiv

Schüler der Berufsqualifierungsklassen (BQ-Klassen) der Gewerbeschulen arbeiten im Rahmen ihres Unterrichts jetzt regelmäßig in der Villa Mutzenbecher. In diesen Klassen lernen Schüler, die keinen Ausbildungsplatz haben, hochmotiviert am Realprojekt. (Siehe auch Bericht „Denkmalschutz und Bildung – Ein Gewinn für alle“)


Kabel für die Baubeleuchtung werden verlegt.


Vor Ort werden die Leuchteinheiten platziert.

Am letzten Donnerstag haben Schüler der G10 Baustellenlicht in allen dunklen Räumen der Villa verlegt. Die BQ-Schüler haben die Leuchten in der Schule montiert, Auszubildende haben sie geprüft, am Donnerstag wurden sie angebracht.


Die Baustellenlichter bereiteten die Schüler bereits in der Gewerbeschule vor.


Gute Zusammenarbeit ergänzt gute Vorbereitung.

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Tag des Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals war ein voller Erfolg. Am Samstag kamen trotz des Regens ca. 150 Menschen. Am Sonntag, bei Sonnenschein, waren es dann ca. 500 Besucherinnen und Besucher.

Die Begeisterung, die dem Projekt Villa Mutzenbecher entgegen gebracht wurde, war ermutigend. Wir werden künftig unabhängig vom Tag des offenen Denkmals die Villa öffnen, um einzelne Baufortschritte zu zeigen. Viele Besucher haben darum gebeten. Die Termine werden hier auf der Website, im Niendorfer Wochenblatt und mit Aushang an der Villa rechtzeitig bekannt gegeben.

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Denkmalschutz und Bildung - Ein Gewinn für alle

Am 7.9.2017, hat der Berufsschullehrer Jan Behrens mit acht Schülern erstmals die Villa Mutzenbecher besucht. Vom Architekten hatten die Schüler den schriftlichen Auftrag, anhand des Leistungsverzeichnisses zur Erneuerung des Putzes am Sockel eine überschlägige Mengenberechnung für die gewählte Zementmischung durchzuführen. Die Schüler haben sich untereinander beraten, eine Vorgehensweise entschieden und die Aufgabe eigenverantwortlich gelöst. Für die Schüler war dies ihr erster Schritt in die Realität der Berufswelt.

Neue Chance

Bei den Schülern handelt es sich um schulpflichtige Jugendliche mit Wohnsitz in Hamburg, die trotz Ausbildungsreife und mehrfachen Bewerbungsversuchen keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Sie lernen in der Staatlichen Gewerbeschule Elektrotechnik G10 in Hamburg im Bildungsgang „Berufsqualifizierung“.


Die Villa wird vermessen.

Engagierte Jugendliche begeistern den Bauherrn

Vertreterin und Vertreter des Bauherrn, des Vereins „Werte erleben e.V.“, waren begeistert vom Engagement der Jugendlichen und ihrem großen Interesse an dem denkmalgeschützten Gebäude, das der Verein instandsetzen und für Bildungs- und Kulturveranstaltungen nutzen will. Die Jugendlichen werden im Rahmen ihrer Ausbildung einzelne Arbeiten planen und ausführen. Belange des Denkmalschutzes müssen beachtet und die historische Substanz des Gebäudes bewahrt bleiben.

Nachfragen und Hinweise der Schüler zeigten ein so großes Engagement und Interesse, dass die Auftraggeber in dieser Form nicht erwartet hatten.
Jan Behrens forderte seine Schüler auf, ihm bei der Bearbeitung des Auftrages keine Fragen zu stellen, sondern Lösungen zu liefern. Er zeigte damit, was er seinen Schülern zutraut.

Gut vorbereitet!

Alle Schüler sind im Besitz der Baupläne, sofort beugen sie sich über ihre Pläne, beratschlagen ihre Vorgehensweise und legen los. Vorbereitet wurden sie im theoretischen Unterricht mit den für diese Aufgabenstellung benötigten mathematischen Grundlagen. Schnell zeigte sich, dass auch dieser theoretische Unterricht erfolgreich war: die Aufgabe wurde bravourös gelöst.


Die Arbeiten werden in Teamwork durchgeführt.

Üben an Realprojekten motiviert...

Es sind gerade solche Realprojekte, die Jugendliche begeistern und ihnen die Erfahrung von Selbstwirksamkeit ermöglichen, die im regulären Schulunterricht so nicht erreicht werden können.

...und alle profitieren

Insofern profitieren von diesem Projekt alle: das Denkmal „Villa Mutzenbecher“ kann gerettet werden, die Jugendlichen lernen mit Begeisterung und leisten gleichzeitig nachhaltige praktische Arbeit. Dabei entwickeln sie eine Haltung zum handwerklichen Beruf, übernehmen Verantwortung und machen erste praktische Erfahrungen. Sie verstehen den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis. Dies motiviert sie, aktiv am schulischen Unterricht teilzunehmen und die Voraussetzungen für den Abschluss eines regulären Ausbildungsvertrages zu erreichen. Die Betriebe profitieren, weil sie motivierte und engagierte Auszubildende gewinnen. Die Gesellschaft profitiert von der Villa Mutzenbecher wenn sie als Bildungs- und Kulturzentrum zur Verfügung steht.


Um den Putzauftrag zu berechnen, wird auch vor Ort zum Spaten gegriffen.

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Newsletter August 2017

Tag des offenen Denkmals

Am 9. und 10. September 2017 findet wieder der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. An beiden Tagen stellt der Verein Werte erleben e.V. die Villa Mutzenbecher sowie das Sanierungs- und Nutzungskonzept vor. Dabei kann die Villa auch von innen besichtigt werden. Hier die genauen Zeiten:

Samstag, 9.9. von 15 - 18 Uhr Sonntag, 10.9. von 11 - 15 Uhr
Die Adresse: Villa Mutzenbecher Bondenwald 110a, 22453 Hamburg

Die Villa liegt mitten im Niendorfer Gehege und ist per Auto nicht direkt zu erreichen. Einfach geht es zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Mehrere Waldwege führen aus verschiedenen Richtungen direkt zum Haus. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Sommerfest

Am 15. Juli wurde in der Villa das Sommerfest bei strahlendem Wetter gefeiert. Zur sommerlichen Stimmung passten die Melodien der über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannten Klezmerjazz Gruppe Mischpoke sowie die französischen Chansons und Hamburglieder der Sängerin Feli bei.

Stühle, die Schüler der 9. Klasse der Stadtteilschule Niendorf einfallsreich aufgearbeitet hatten, darunter einige Klassiker, wurden versteigert.

In den Räumen der Villa präsentierten Studenten der HafenCity Universität ihre Untersuchungen zum Bauzustand. Die Architekten informierten über die Planungen für die denkmalgerechte Instandsetzung und über die neusten Erkenntnisse zur Baugeschichte des Hauses.

Baugenehmigung

Zum im März 2017 eingereichten Bauantrag hatte es einige Nachforderungen gegeben. Dabei ging es zum Beispiel um eine genauere Beschreibung der späteren Nutzung, das Löschwasserkonzept, die Wegsicherung. Diese Punkte sind jetzt einvernehmlich geklärt, sodass jederzeit mit der Baugenehmigung zu rechnen ist.

Was passiert noch 2017?

Bis zum Herbst wird der Sockel erneuert, das Dach gereinigt und wo nötig ausgebessert, die ersten Fenster instandgesetzt. Das ist einfacher gesagt als getan. Denn zum Beispiel muss die Materialzusammensetzung für den Sockel genau auf das Mauerwerk abgestimmt sein. Die alten Fenster werden wieder aufgearbeitet und erhalten einen Anstrich, der zu dem alten Holz und der Geschichte des Hauses passt.

An diesen Arbeiten nehmen interessierte und motivierte Schüler unter Anleitung von Experten teil. Am Anfang steht jeweils ein Workshop, in dem Fachleute den Schülern die einzelnen Arbeitsgänge und deren bauhistorische Hintergründe erläutern.